1931-1949

2. Weltkrieg

Im 2. Weltkrieg wurden die Kinder seit 1941 mehrfach an verschiedene Orte (Maria Rosenberg bei Pirmasens, Lutterbach im Elsaß, Breisach, Hüfingen) evakuiert.

1943 wurden Ökonomie und Spielhalle durch Fliegerbomben zerstört und der Seitenbau schwer beschädigt. Dennoch waren unmittelbar nach Kriegsende bis zu 120 Kinder, unter ihnen zahlreiche nichteheliche Kinder amerikanischer Besatzungssoldaten, in den notdürftig hergerichteten Gebäuden untergebracht. Seither bestehen zu den U.S. – Truppen immer freundschaftliche Verbindungen. Beim Wiederaufbau halfen die Soldaten mit ihren schweren Baumaschinen. Alljährlich gab (und gibt) es Geschenkaktionen und Einladungen. Selbst heute noch erreichen das Kinderheim Anfragen aus den USA nach dem Schicksal von Kindern, die damals im Käfertaler Heim untergebracht waren.

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg

Von der "Rettungsanstalt zur Kath. Mädchenanstalt St. Joseph" zum "Kath. Kinderheim St. Josef":

1951
feierte das noch erheblich beschädigte, weithin zerstörte Heim sein hundertjähriges Bestehen. 1952 erfolgte ein teilweiser Wiederaufbau der zerstörten Gebäude.

1954 wurde ein modernes Waschhaus errichtet. Das 200 Jahre alte Haupthaus, ein ehemaliges Bauernhaus, war als Kinderheim wenig geeignet und seit den Bombenangriffen erheblich beschädigt

1958-1960 erfolgte der Abbruch und anschließende Neuaufbau unter dem Vorsitzenden Stadtpfarrer Mönch durch das Vorstandsmitglied Architekt Philipp Wolf. Der Wiederaufbau der Ökonomie unterblieb.

1961 folgte die Aufstockung des Langhauses.

1958 wurde das Heim als inzwischen koedukative Einrichtung in „Katholisches Kinderheim St. Josef“ umbenannt.

1967 wurde der Käfertaler Stadtpfarrer Gerhard Reinelt Nachfolger von Pfarrer Ludwig Mönch als Vorsitzender. Nachdem er sich unter erheblichem Einsatz ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder einen Überblick über die unübersichtliche Vermögenssituation verschafft hatte, stellte er fest, dass die umfangreichen Baumaßnahmen die Finanzen der Einrichtung stark strapaziert und an den Rand der Insolvenz gebracht hatten. Durch einschneidende Sparmaßnahmen gelang ihm die Fortführung des Bauprogramms:
Das Waschhaus wurde aufgestockt, die Spielhalle renoviert.

1972 wurde ein Gebäude zur Notaufnahme erweitert.

1973 konnte aus dem Erlös einer Erbschaft der Familie Seitz aus Ilvesheim in Schriesheim-Altenbach das ehemalige „Schlenz-Kurheim“ am Waldrand erworben werden, welches die koedukative und altersgemischte Außenwohngruppe Kohlhof bewohnt.

1979 wurden mit finanzieller Hilfe durch das Erzbistum Freiburg das Nachbarhaus und ein großes Grundstück erworben zur Erweiterung des Hauptgebäudes an der Wormser Straße und der Anlage des Bolzplatzes.

1988 wurde die Großküche neu eingerichtet und die Waschküche, die Notaufnahmeräume und einige Gruppenwohnungen samt Sanitäranlagen modernisiert.

In dieser Zeit wurde im Heimgelände auch das Ponygehege für zwei Ponys gebaut.

Ehemaliger Tagesraum

Wiederaufbau