Häufige Fragen

Wann kann eine Heimunterbringung sinnvoll sein?

Heimerziehung kann u.a. dann sinnvoll sein,

- wenn ein Kind/Jugendlicher einen erhöhten therap. Bedarf hat
- es einen Bedarf zum Erlernen sozialer Verhaltensweisen hat
- in einer akuten Krisensituation (z.B. Misshandlung, sexueller Missbrauch)
- Überforderung der Eltern
- wenn ein Kind/Jugendlicher eine Distanz von engen familiären Beziehungen braucht.

Heimerziehung kann sinnvoll sein, wenn sie einen Entlastungsspielraum darstellt.

Erziehungshilfe in einem Heim soll Kindern/Jugendlichen durch die Verknüpfung des Alltagslebens mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten ihre Entwicklung fördern helfen.

Wie kann eine Heimunterbringung ablaufen?

Es kann ein Antrag auf Heimunterbringung bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Jugendamtes gestellt werden oder es wird ein Bedarf durch andere Stellen festgestellt.

Daraufhin wird ein Clearing durchgeführt, in das die Eltern, das Kind/der Jugendliche, der zuständige Sozialarbeiter des Jugendamtes, der Vertreter des Heimes sowie gegebenenfalls Lehrer, Therapeuten u. ä. einbezogen werden. Es werden die Rahmenbedingungen der Heimunterbringung und die Ziele, die erreicht werden sollen, festgelegt. Während der Dauer des Heimaufenthaltes finden in regelmäßigen Abständen weitere Gespräche statt. Der zuständige Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes bleibt als Ansprechpartner der Eltern und der Kinder bis zum Abschluss der Unterbringung bestehen.

Was wird bei einer Heimunterbringung mitgebracht?

- Personalausweis, Geburtsurkunde/Stammbuch
- Impfpass, Untersuchungsheft
- Schwerbehindertenausweis (falls vorhanden)
- Chipkarten (KV-Karte der Krankenkasse)
- Liste mit allen Medikamenten, die eingenommen werden müssen und die entsprechenden Medik.dazu
-
Berichte (z.B. von Ärzten, Psychologen...)
- Liste mit wichtigen Adressen/Telefonnummern
- Unterwäsche
- Nachtwäsche
- Hausschuhe, feste Schuhe
- Bekleidung für warme und kalte Tage (Hosen, Pullover, T-Shirts, Mantel, Jacke....)
- Schulzeug
- Kosmetikartikel, Hygieneartikel
- eventuell wichtige persönliche Gegenstände des Kindes

Wir möchten Sie aber auf diesem Wege auch darüber informieren, dass die MitarbeiterInnen des St. Josef für mitgebrachte Spielsachen, Kuscheltiere, Kleidung, u.a. keine Haftung übernehmen können.

Wer trägt die Kosten für die Heimunterbringung?

Zwischen den Kinder-/Jugendheimen und dem Jugendamt wird in regelmäßigen Abstanden ein tägliches Entgelt ausgehandelt, das die Grundlage der Kosten darstellt. Das Jugendamt übernimmt bei einer Heimunterbringung, die nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz erforderlich und notwendig ist, zunächst die Kosten. Das Jugendamt wird daraufhin prüfen, ob die Eltern an den Kosten beteiligt werden.

Wie lange dauert die Unterbringung im Kinder-/Jugendheim?

Diese Entscheidung wird im Hilfeplangespräch getroffen. Eine Betreuung kann kurzfristig sein oder bis zur Verselbstständigung führen. Entscheidend sind unter anderem die Zielerreichung der im Hilfeplan festgelegten Ziele.

Wie kann ich mein Kind besuchen?

Nach Absprache mit dem zuständigen Mitarbeiter des Sozialen Dienstes (Jugendamt) und der Gruppe können Sie ihr Kind auch in unserem Hause besuchen.

In der Regel werden Besuchskontakte von Eltern und Bekannten in Rücksprache mit den Mitarbeitern im Anschluss an die Hausaufgabenzeit (ab 15.15 Uhr) vereinbart.

Unsere Besuchstage für die Notaufnahme sind:
- Dienstag ab 15.30 Uhr
- Donnerstag ab 15.30 Uhr

Falls Sie berufstätig sind und zu diesen Zeiten Ihre Kinder nicht besuchen können, besteht auch die Möglichkeit, individuelle Zeiten zu vereinbaren.

Bitte vereinbaren Sie zur zeitlichen Planung des Besuches einen Termin mit der Gruppe. Die Zusammenarbeit mit Ihnen, als Eltern, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit im Heim. Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass ein regelmäßiger Kontakt zwischen Kindern/Jugendlichen und Eltern besteht, damit gegebenenfalls eine zeitnahe Rückführung möglich ist.

Sie können sich regelmäßig über ihr Kind informieren. Die pädagogischen Fachkräfte der Gruppe oder der/die Bereichsleiter/-in geben Ihnen Auskunft bezüglich aktueller Fragen oder über die Entwicklung Ihres Kindes. Gerne vereinbaren wir auch Termine mit Ihnen, bei denen wir persönlich und ausführlich über die aktuelle Situation und die weitere Planung, bzw. Perspektivenentwicklung für Sie und Ihr Kind sprechen können.

Telefonisch erreichen Sie Ihr Kind auf der Notaufnahmegruppe zu folgenden Telefonzeiten:

Montag 18.30 - 20.00 Uhr
Mittwoch 18.30 - 20.00 Uhr
Samstag 18.30 - 20 Uhr

Sie erreichen uns unter folgenden Rufnummern:

72071-0 Zentrale; Montag bis Freitag 08.00 - 17.30 Uhr
72071-17 Notaufnahmegruppe

Erhält mein Kind Taschengeld vom Heim?

Die Kinder/Jugendlichen erhalten ein Taschengeld, dem eine altersentsprechende Staffelung zugrunde liegt.

Wie sehen die Räumlichkeiten der Unterbringung aus?

In einer Wohngruppe sind meistens 8 bis 10 Kinder/Jugendliche, die in Einzel- oder Zweibettzimmern untergebracht sind. Weiterhin gibt es einen gemeinsamen Wohnbereich mit Wohnzimmer, Küche und Badezimmer.

Wo wird unser Kind zur Schule gehen?

Wir arbeiten eng mit den Schulen in seiner Umgebung zusammen. Entsprechend der Leistungen und Bedürfnisse des Kindes/Jugendlichen wird die bisherige Schule beibehalten oder eine passende Schule ausgesucht.

Freizeitmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen?

Zu den Freizeitangeboten in der Einrichtung (Musikprojekt, Ponyprojekt, Bibliothekszeiten, Nutzung des Spielgeländes usw.) kommen noch die Angebote der Vereine in der Nähe (z. B. Fußballvereine, Tanzvereine). Darüber hinaus organisieren unsere Mitarbeiter in den Ferien Gruppenfreizeiten.